Aquarienfische
Fortgeschritten

Westafrikanisches Waldbachbecken

Lebensraum: Westafrikanische Regenwaldgewässer

Westafrikas Waldbäche liegen im Schatten dichter Vegetation: wenig Licht, weiches Wasser, viel Falllaub. Die Fische von dort sind kleiner und heimlicher als ihre südamerikanischen Verwandten und beziehen Höhlen und Wurzelwerk.

Der Reiz liegt im Verhalten: Prachtbarsche betreiben eine ausgeprägte Brutpflege, die man im Becken gut beobachten kann — vorausgesetzt, es gibt genug Rückzugsräume und der Besatz bleibt überschaubar.

Becken
ab 160 l
Maße
100 × 40 × 40 cm
Temperatur
24–27 °C
pH-Wert
6–7

Wasserhärte: weich, 3–10 °dGH

Schritt für Schritt

  1. 1

    Standort und Becken(vor dem Befüllen)

    Ein hundert Zentimeter langes Becken gibt einem Prachtbarsch-Paar genug Revier, ohne dass andere Bewohner ständig in die Enge geraten.

  2. 2

    Bodengrund einbringen(Tag 1)

    Feiner, dunkler Sand. Prachtbarsche graben — grober Kies verhindert das natürliche Verhalten und verletzt sie.

  3. 3

    Höhlen und Wurzeln einrichten(Tag 1)

    Mehrere Höhlen sind entscheidend: umgedrehte Tontöpfe mit seitlichem Ausgang, Kokosnusshälften, Steinaufbauten. Rechne pro Paar mit mindestens zwei Höhlen zur Auswahl. Dazu Wurzeln und eine Laubschicht.

  4. 4

    Bepflanzen(Tag 1)

    Anubias und Javafarn auf Wurzeln, dazu Kongofarn — alles Arten, die mit wenig Licht auskommen. Schwimmpflanzen dämpfen die Beleuchtung zusätzlich und beruhigen die Fische.

  5. 5

    Technik anschließen(Tag 1)

    Filter mit sanfter Strömung, Heizer auf 25 bis 26 °C, gedämpftes Licht. Ein Waldbach ist kein heller Ort.

  6. 6

    Einfahren lassen(Woche 1 bis 4)

    Wie überall: ohne Fische einfahren, Ammonium und Nitrit verfolgen, Geduld haben. Das Laub trägt zur Keimhemmung bei und darf von Anfang an im Becken liegen.

  7. 7

    Besatz einsetzen(ab Woche 4, in Etappen)

    Zuerst die Salmler als ruhige Beifische, zwei Wochen später das Prachtbarsch-Paar. Die Reihenfolge ist wichtig: Ein bereits ansässiges Paar verteidigt sein Revier gegen Neuzugänge.

Besatzplan

Prachtbarsche legen ihre Eier in Höhlen ab und führen die Jungen später durchs Becken. Wenn es soweit ist, brauchen die anderen Bewohner Ausweichraum — deshalb die zurückhaltende Besatzstärke.

Killifische springen zuverlässig durch jede Lücke. Prüfe die Abdeckung auch an den Kabelausschnitten.

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Erfahrungen und Fragen

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