Ammoniakvergiftung
Bei hohem pH-Wert kippt harmloses Ammonium in giftiges Ammoniak — eine Gefahr, die man nur durch Messen bemerkt.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Ammonium und Ammoniak stehen im Wasser in einem Gleichgewicht, das vom pH-Wert und der Temperatur abhängt. Im sauren Bereich liegt praktisch alles als unschädliches Ammonium vor; steigt der pH-Wert über sieben, wächst der Ammoniakanteil rasch.
Ammoniak verätzt Kiemen und Haut. Tückisch: Wer den pH-Wert eines belasteten Beckens schnell anhebt — etwa durch einen Wasserwechsel mit hartem Leitungswasser — kann eine Vergiftung überhaupt erst auslösen.
Was zu tun ist
Teilwasserwechsel, aber mit Bedacht: Weicht der pH-Wert des Wechselwassers stark nach oben ab, lieber in mehreren kleinen Schritten als in einem großen.
Fütterung aussetzen, kräftig belüften, Ursache suchen (verendetes Tier, Filterausfall, Futterreste im Bodengrund).
Vorbeugen
Ammonium und pH-Wert gemeinsam betrachten — einzeln sagt keiner der beiden Werte etwas über die tatsächliche Gefahr aus. Becken sauber halten und nicht überbesetzen.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.
Was dabei hilft
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