Flossenfäule
Bakterielle Zersetzung der Flossenränder — meist die Quittung für dauerhaft schlechte Wasserwerte.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Die Flossen werden vom Rand her milchig, franzen aus und werden kürzer. Unbehandelt frisst sich die Zersetzung bis zum Flossenansatz und weiter in den Körper.
Auslöser sind fast nie die Bakterien allein, sondern die Umstände: hohe Keimzahl durch Überfütterung oder zu seltene Wasserwechsel, dazu Verletzungen durch Beißereien.
Was zu tun ist
Zuerst das Wasser in Ordnung bringen: großzügiger Teilwasserwechsel, Mulm absaugen, Futtermenge reduzieren. In leichten Fällen heilen die Flossen danach von selbst wieder aus.
Bei fortgeschrittenem Befall ein bakterienwirksames Präparat einsetzen — Anwendung nach Packungsbeilage. Bei einzelnen betroffenen Tieren ist ein separates Behandlungsbecken schonender fürs Hauptbecken.
Nachwachsende Flossen bleiben oft dunkler gefärbt. Das ist Narbengewebe und kein Rückfall.
Vorbeugen
Regelmäßige Teilwasserwechsel, maßvoll füttern und Fische nicht dauerhaft mit unverträglichen Beckengenossen zusammen halten.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.
Was dabei hilft
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