Haut- und Kiemenwürmer
Gyrodactylus, Dactylogyrus
Millimeterkleine Saugwürmer auf Haut und Kiemen — mit bloßem Auge kaum zu sehen, am Verhalten aber gut zu erkennen.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Hautwürmer (Gyrodactylus) sitzen auf Haut und Flossen, Kiemenwürmer (Dactylogyrus) in den Kiemen. Beide verankern sich mit Haken und reizen das Gewebe, was die typische Scheuerbewegung auslöst.
Ein starker Kiemenbefall ist gefährlich: Die Tiere atmen schwer, ohne dass äußerlich viel zu sehen wäre. Wenn ein Fisch hektisch atmet und die Wasserwerte stimmen, gehören Kiemenwürmer zu den ersten Verdächtigen.
Was zu tun ist
Ein Präparat gegen Haut- und Kiemenwürmer einsetzen, Anwendung nach Packungsbeilage. Manche Arten legen Eier, gegen die der Wirkstoff nicht greift — dann ist eine zweite Behandlung im Abstand nötig, sonst kommt der Befall zurück.
Parallel Wasserqualität verbessern und Besatzdichte prüfen: Enge Haltung begünstigt die Übertragung von Tier zu Tier.
Vorbeugen
Quarantäne für Neuzugänge und maßvolle Besatzdichte. Beide Wurmarten werden fast immer mit neuen Fischen eingeschleppt.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.