Lochkrankheit
Hexamita, Spironucleus
Grübchen und Löcher am Kopf, vor allem bei Buntbarschen wie Diskus und Skalar.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Die Erreger leben im Darm vieler Fische, ohne zu schaden. Erst wenn das Tier geschwächt ist, vermehren sie sich stark, gehen ins Gewebe über und verursachen die typischen Vertiefungen am Kopf und entlang der Seitenlinie.
Der weißliche, schleimige Kot geht den Löchern oft voraus — das ist der Punkt, an dem man noch früh eingreifen kann.
Was zu tun ist
Wichtig ist die Ursachensuche: einseitige Fütterung, zu enge Haltung, alte Wasserwerte oder Dauerstress durch unpassende Beckengenossen.
Es gibt Präparate gegen Hexamita, teils als Futterzusatz. Anwendung nach Packungsbeilage; bei wertvollem Besatz lohnt fachliche Begleitung.
Wasserwechsel-Rhythmus erhöhen und hochwertiges, abwechslungsreiches Futter geben — beides trägt spürbar zur Erholung bei.
Vorbeugen
Ausreichend große Becken für Buntbarsche, ruhige Beckengenossen und abwechslungsreiche Fütterung.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.