Samtkrankheit
Piscinoodinium pillulare
Feiner, goldgelber Belag durch einen einzelligen Parasiten — leicht mit der Weißpünktchenkrankheit zu verwechseln, aber viel feiner.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Der Erreger heftet sich an Haut und Kiemen und zehrt vom Gewebe. Der Belag ist deutlich feiner als bei der Weißpünktchenkrankheit — am besten erkennt man ihn, wenn man seitlich mit einer Taschenlampe ins Becken leuchtet.
Besonders gefährdet sind Jungfische und Labyrinthfische. Ein starker Kiemenbefall führt zu Atemnot, noch bevor auf der Haut viel zu sehen ist.
Was zu tun ist
Wie bei der Weißpünktchenkrankheit ist nur das freie Stadium angreifbar; die Behandlung muss über den vollen Zeitraum laufen.
Der Parasit betreibt Photosynthese. Das Becken für die Dauer der Behandlung abzudunkeln schwächt ihn zusätzlich.
Ein Präparat gegen Oodinium einsetzen, Dosierung und Dauer nach Packungsbeilage. Aktivkohle aus dem Filter nehmen, kräftig belüften.
Vorbeugen
Neuzugänge in Quarantäne beobachten, Besatzdichte im Rahmen halten und auf stabile Wasserwerte achten — Dauerstress ist der zuverlässigste Wegbereiter.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.