Verpilzung
Saprolegnia
Watteartige Beläge auf verletzter Haut. Fast immer ein Folgeproblem — der Pilz besiedelt, was schon geschädigt ist.
Woran du es erkennst
Verlauf und Ursachen
Saprolegnia ist im Aquarienwasser praktisch immer vorhanden und wird erst gefährlich, wo die Schleimhaut verletzt oder das Tier geschwächt ist: nach Rangkämpfen, Transportschäden oder auf unbefruchtetem Laich.
Der Belag greift von der Wunde ins gesunde Gewebe über, wenn nichts geschieht.
Was zu tun ist
Wichtiger als das Mittel ist die Ursache: Wo kommt die Verletzung her? Aggressive Beckengenossen, scharfkantige Dekoration, schlechte Wasserqualität — solange das bleibt, kehrt der Pilz zurück.
Wasserqualität verbessern (Teilwasserwechsel, Mulm absaugen), betroffene Tiere möglichst separat behandeln. Im Handel gibt es Präparate gegen Verpilzungen; Anwendung nach Packungsbeilage.
Verpilzten Laich absammeln, sonst greift der Pilz auf die gesunden Eier über.
Vorbeugen
Scharfkantige Dekoration entfernen, Besatz auf Verträglichkeit prüfen und regelmäßig Wasser wechseln. Ein gesunder Fisch mit intakter Schleimhaut wird nicht befallen.
Zur Einordnung: Diese Angaben beschreiben typische Krankheitsbilder und helfen beim Eingrenzen. Sie ersetzen keine Untersuchung am Tier. Halte dich bei Medikamenten immer an die Dosierung der Packungsbeilage — sie hängt vom Präparat, vom Wasservolumen und vom Besatz ab. Bei unklarem Verlauf oder wertvollem Bestand lohnt der Weg in eine fischkundige Tierarztpraxis.