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Gattung

Hydnophora

Diese Beschreibung gilt der gattung als Ganzes, nicht einer einzelnen Art. Einzelne Arten darin können abweichen.

Die Gattung Hydnophora umfasst sechs Arten, von denen aquaristisch vor allem zwei angeboten werden: Hydnophora exesa und H. pilosa. Beide wachsen säulenförmig bis astbildend (arboreszent), wobei sich die Wuchsform unter natürlichen Bedingungen sehr nach den Lichtbedingungen richtet: Im Flachwasser bilden sie verästelte Stöcke mit bisweilen sehr großer Ausdehnung, im tieferen Wasser wachsen sie eher lamellenförmig. Die aquaristisch am weitesten verbreitete Art ist Hydnophora pilosa. Prinzipiell sind beide Arten pflegeleicht und robust, doch es gelingt nicht in jedem Aquarium, sie zu etablieren, denn mit manchen anderen Korallenarten scheinen sie sich nicht zu vertragen. Sind sie jedoch einmal eingewöhnt, wachsen sie schnell und bilden am Stock Zuwachs, dessen Form von den jeweiligen Lichtbedingungen abhängig ist. Versetzt man einen aquariengewachsenen Stock innerhalb des Riffbeckens in eine andere Beleuchtungszone, kann dies zu teilweisem Absterben jener Polypen führen, die plötzlich zu wenig Licht erhalten. Trotzdem sind Hydnophora-Arten im Riffbecken prinzipiell gut haltbar. Im Aquarium sollten sie in mittelstarker bis starker Beleuchtung und mittlerer Wasserströmung platziert werden. Dabei sollte man vor allem auf größeren Abstand zu anderen Steinkorallen achten, denn diese beiden Hydnophora-Arten können Mesenterialfilamente von erstaunlicher Länge ausstrecken und sind gegen benachbarte Korallen meist hochaggressiv.

Nach: Riffaquaristik für Einsteiger (NTV), S. 228